Aktuelle Tipps zum Schreibhandwerk, Selfpublishung und der Verlagsbranche sowie aktuelle Informationen rund um Rubin Lektorat

Wie sieht eigentlich mein Literaturlektorat für ein Exposé aus? Da das Exposé ein bisschen anders geschrieben sein muss als ein Roman, schaue ich mir zunächst genau an, ob die wichtigsten Punkte, die in einem Exposé enthalten sein müssen, vorhanden sind (sachlichen Fakten zum Werk, Pitch, Inhaltsangabe, Figurenliste etc.). Sollte das der Fall sein, gehe ich tiefer in die einzelnen Punkte hinein und schaue, ob sie der geforderten Norm entsprechen – also ob der Pitch auch wirklich alle wichtigen Elemente enthält, ob man in der Figurenliste herauslesen kann, was die Ziele und Motivationen der Charaktere sind und ob im Setting rüberkommt, in was für einer Welt das Ganze spielt. Schlussendlich richte ich meine Aufmerksamkeit auf die Inhaltsangabe und überprüfe, ob die Ereignisse und Szenen, die darin beschrieben werden, auch wirklich plotrelevant sind. Wenn ich damit fertig bin, tausche ich mich mit dem Autor erst einmal aus und schicke ihm meine Anmerkungen. Meistens durchlaufe ich mit dem Exposé drei bis fünf Korrekturschleifen, bis es inhaltlich die richtige Form hat. Danach erst widme ich mich dem Optimieren des Schreibstils und zum Schluss korrigiere ich auf Orthografie.